Kapitel 8 von 14
8Punkte, Level und Ziele
Inhalt
- 8.1Die zwei Punktarten auseinanderhalten
- 8.2Wissen, auf welchen drei Wegen Punkte entstehen
- 8.2.1Über eine Aktivität
- 8.2.2Über ein Event
- 8.2.3Über Bonuspunkte
- 8.3Eine gemeldete Aktivität entscheiden
- 8.3.1Eine Entscheidung zurücknehmen
- 8.3.2Einen Antrag löschen
- 8.3.3Nachsehen, wer von einem neuen Antrag erfährt
- 8.4Eine Aktivität direkt zuschreiben
- 8.5Den Punktwert einer Aktivität ändern
- 8.6Punkte wieder wegnehmen
- 8.7Level anlegen und pflegen
- 8.7.1Verstehen, welche Punkte fürs Level zählen
- 8.7.2Aufsteigen und absteigen
- 8.7.3Ein belegtes Level loswerden
- 8.8Nachvollziehen, wann nachgerechnet wird
Punkte sind das Herz von Konfi Quest. Sie ersetzen den Laufzettel: Statt einer Liste zum Abhaken sammeln Konfis Punkte, aus denen sich Fortschritt, Level und ein Teil der Badges ergeben. Dieses Kapitel richtet sich an die Leitung, die Punkte vergibt und korrigiert.
8.1Die zwei Punktarten auseinanderhalten
Es gibt genau zwei Arten, mehr lassen sich nicht anlegen:
- Gottesdienst-Punkte — für alles rund um Gottesdienste
- Gemeinde-Punkte — für alles andere in der Gemeinde
Jeder Konfi hat für beide Arten einen eigenen Zähler. Diese beiden Zähler sind der einzige Ort, an dem der Punktestand steht — alles andere in der App ist eine Ansicht darauf.
Jeder Jahrgang legt für beide Arten getrennt fest, wie viele Punkte das Ziel sind und ob die Art überhaupt genutzt wird.
Welche Art eine Vergabe füllt, entscheidest du nicht im Moment der Vergabe, sondern es hängt an der Sache selbst:
| Woher die Punkte kommen | Wer die Art festlegt |
|---|---|
| Aktivität | die Aktivität selbst (beim Anlegen eingestellt) |
| Event | das Event selbst (ohne Angabe: Gemeinde) |
| Bonuspunkte | du, direkt bei der Vergabe |
8.2Wissen, auf welchen drei Wegen Punkte entstehen
8.2.1Über eine Aktivität
Aktivitäten sind das, was Konfis selbst melden — oder was ihr ihnen direkt zuschreibt. Jede Aktivität hat eine feste Punktzahl und eine feste Punktart. Den Ablauf beschreibt der nächste Abschnitt.
8.2.2Über ein Event
Wer bei einem Event als anwesend eingetragen wird, bekommt die beim Event hinterlegten Punkte. Das passiert beim Eintragen der Anwesenheit, nicht beim Buchen. Welche fünf Bedingungen dafür alle erfüllt sein müssen — unter anderem, dass Pflicht-Events und Konfirmationen grundsätzlich keine Punkte geben —, steht unter Wann es Punkte gibt.
In den Punktelisten — der Punkte-Übersicht der Konfis, der Detailansicht und der Konfi-Historie — steht bei Event-Punkten das Datum des Events, nicht der Tag, an dem die Anwesenheit verbucht wurde. So findest du das Event im Kalender wieder, genauso wie eine Aktivität mit ihrem Datum dasteht. Die Listen sind nach diesem Datum geordnet, das jüngste zuerst. Bei Event-Punkten, deren Event-Datum die App nicht kennt, steht der Tag der Verbuchung.
8.2.3Über Bonuspunkte
Bonuspunkte vergibst du frei von Hand — für alles, was in kein Raster passt. Du öffnest den Konfi in der Konfi-Verwaltung und tippst auf „Bonuspunkte hinzufügen".
Pflicht sind eine „Bezeichnung", ein „Datum" und ein „Typ"; die Punktzahl stellst du mit einem Schieberegler von 1 bis 10 ein. Die „Begründung" ist optional — sie wird, wenn du sie ausfüllst, hinter die Bezeichnung gehängt und steht später in der Punktegeschichte.
Der Konfi bekommt sofort einen Push: „+3 Bonuspunkte!" mit dem Text, wofür sie waren. Neue Badges und ein neues Level werden gleich mitgeprüft.
8.3Eine gemeldete Aktivität entscheiden
Das ist der häufigste Ablauf im Alltag, deshalb hier Schritt für Schritt.
1. Der Konfi meldet. Er wählt eine Aktivität und ein Datum; „Anmerkungen" und ein „Foto als Nachweis" sind beide freiwillig. Lässt er das Foto weg, fragt die App noch einmal nach: „Normalerweise gehört ein Foto dazu, damit dein Team sieht, dass du dabei warst. Trotzdem abschicken?" Danach meldet sie „Aktivität erfolgreich eingereicht!". Der Antrag ist ab jetzt ausstehend, Punkte gibt es noch keine.
Das Foto verkleinert die App vor dem Senden wie im Chat und in Challenges; ein Handyfoto mit 8 MB passt danach locker. Bleibt es größer als 5 MB, sagt sie es gleich bei der Auswahl: „Datei ist zu groß (max. 5 MB)." Beim Absenden steht unter der Kopfzeile, wie weit das Hochladen ist — „Wird gesendet… 40 %", zuletzt „Wird verarbeitet…". Sein Foto sieht der Konfi in der Meldung, solange sie offen ist; nach der Entscheidung nur noch die Leitung.
2. Die Leitung prüft. Die Anträge stehen in der Antragsliste. Wie viele auf eure Entscheidung warten, zeigt die orange Zahl an den Umschaltern „Aktivitäten" und „Offen" (siehe Den Umschalter finden, hinter dem etwas auf dich wartet). Teamer:innen sehen sie nicht — in Beschreibung und Foto kann Privates stehen. Die Leitung sieht dort nur die Anträge aus ihren Jahrgängen; Anträge von Teamer:innen sieht sie immer. Die Gemeindeleitung sieht alle. Wer den Antrag sieht, bekommt ihn auch gemeldet — siehe Nachsehen, wer von einem neuen Antrag erfährt.
Das Nachweisfoto lädt beim Öffnen des Antrags, mit Prozentzahl und Balken; klappt es nicht, holt „Erneut versuchen" es noch einmal. Im Konfi-Profil stehen die offenen Anträge der Person zwischen ihren Aktivitäten, mit „(gemeldet)" hinter dem Namen und „Wartend auf Genehmigung"; die Punkte davor zählen noch nicht mit. Ein Tipp auf einen offenen Antrag mit Bild-Symbol öffnet das Foto groß. Auf dem Gerät bleibt es dabei nicht — ohne Netz ist es nicht zu sehen (siehe Geladene Bilder und Dateien auf dem Gerät behalten).
3. Die Entscheidung. Es gibt genau zwei Möglichkeiten: „Genehmigen" oder „Ablehnen".
- Genehmigt: Die Aktivität wird gutgeschrieben, die Punkte landen auf dem Zähler der Punktart, die an der Aktivität hängt. Es wird sofort geprüft, ob damit neue Badges oder ein neues Level erreicht sind. Der Konfi bekommt „Antrag genehmigt!" mit der Punktzahl.
- Abgelehnt: Es gibt keine Punkte. Der Konfi bekommt „Antrag abgelehnt" mit deiner Begründung als „Grund: …" daran.
Die Begründung ist beim Ablehnen Pflicht. Die App verlangt sie („Grund für die Ablehnung *"), und auch das System dahinter weist ein Ablehnen ohne Begründung zurück („Beim Ablehnen ist eine Begründung erforderlich"). Der Konfi soll erfahren, warum etwas nicht zählt.
Ein bereits entschiedener Antrag lässt sich nicht noch einmal entscheiden. Der Versuch endet mit „Nur ausstehende Anträge können genehmigt oder abgelehnt werden".
8.3.1Eine Entscheidung zurücknehmen
Hast du dich vertan, setzt du den Antrag auf ausstehend zurück. Das ist die einzige Korrekturmöglichkeit für eine Entscheidung.
Beim Zurücksetzen passiert dreierlei:
- War der Antrag genehmigt, werden die Punkte wieder abgezogen und die Gutschrift entfernt.
- Dein Kommentar wird gelöscht — der Antrag steht wieder da wie neu.
- Der Antrag ist wieder offen und kann neu entschieden werden.
Der Konfi wird darüber nicht benachrichtigt. Beim Zurücksetzen geht keine Mitteilung und kein Push raus. Wer gerade „Antrag genehmigt, +3 Punkte" gelesen hat, sieht die Punkte danach kommentarlos wieder verschwinden. Sag vorher Bescheid, wenn du so etwas korrigierst.
8.3.2Einen Antrag löschen
Löschen lassen sich nur abgelehnte Anträge. Die anderen sind geschützt:
| Zustand | Löschen möglich? | Meldung |
|---|---|---|
| Ausstehend | nein | „Offene Anträge werden genehmigt oder abgelehnt, nicht gelöscht." |
| Genehmigt | nein | „Genehmigte Anträge gehören zur Punktegeschichte. Setze den Antrag zuerst zurück." |
| Abgelehnt | ja | — |
Mit dem Antrag verschwindet auch sein Nachweisfoto.
8.3.3Nachsehen, wer von einem neuen Antrag erfährt
Ein neuer Antrag kommt als Push und im Postfach als „Neuer Antrag eingegangen" an — bei genau denen, die ihn in ihrer Antragsliste sehen und entscheiden dürfen:
- Die Gemeindeleitung bekommt jeden Antrag der Gemeinde.
- Die Leitung bekommt die Anträge der Konfis aus ihren Jahrgängen, in denen sie Anträge entscheiden darf, und die Anträge von Teamer:innen, wenn sie dieses Recht in mindestens einem Jahrgang hat. Wer als Leitung keinen Jahrgang hat, bekommt nur die Anträge des Teams. Ohne das Recht steht der Antrag in der Liste, aber ohne Knöpfe, ohne Push und ohne Postfach-Eintrag.
- Ein Konfi ohne Jahrgang meldet sich nur bei der Gemeindeleitung — nur sie sieht seinen Antrag.
- Teamer:innen bekommen keine Meldung über neue Anträge; die Antragsliste ist ihnen verschlossen.
- Wer selbst eine Aktivität meldet, bekommt dazu „Antrag eingereicht", aber nie „Neuer Antrag eingegangen" über den eigenen Antrag.
Die Zahl am Reiter, am Gemeinde-Umschalter und am App-Symbol zählt nach derselben Regel. Wer in mehreren Gemeinden mitarbeitet, bekommt die Anträge jeder Gemeinde nach der Rolle und den Jahrgängen, die er dort hat.
8.4Eine Aktivität direkt zuschreiben
Nicht alles muss den Antragsweg gehen. Warst du ohnehin dabei, schreibst du die Aktivität direkt zu: Konfi in der Konfi-Verwaltung öffnen, „Aktivität hinzufügen". Ein Kommentar ist möglich, aber freiwillig.
Angeboten werden dabei nur Aktivitäten, deren Punktart im Jahrgang des Konfis eingeschaltet ist.
Der Konfi merkt es nicht sofort. Es kommt keine Push-Nachricht. Die Punkte stehen zwar sofort da und Badges werden gleich geprüft, ein dadurch erreichtes neues Level wird aber erst beim nächsten Öffnen seines Dashboards sichtbar. Wenn jemand es mitbekommen soll, sag am besten kurz Bescheid.
Direkt zuschreiben, löschen und Bonuspunkte zurücknehmen können nur die Leitungsrollen. Teamer:innen kommen an die Konfi-Verwaltung nicht heran.
8.5Den Punktwert einer Aktivität ändern
Den Punktwert und die Punkteart (Gottesdienst oder Gemeinde) einer Aktivität stellst du unter Mehr › Aktivitäten um. Die Regel dabei: Der neue Wert und die neue Art gelten für alles, was ab jetzt vergeben wird. Was schon gutgeschrieben ist, bleibt, wie es war — mit seinem Wert in seiner Säule.
Jede Vergabe merkt sich den Wert und die Art, die die Aktivität in diesem Moment hatte — egal, ob sie über einen genehmigten Antrag oder eine direkte Zuschreibung entstanden ist. Daran hängt alles Weitere:
- Der Punktestand ändert sich durch die Umstellung nicht.
- Die Punktegeschichte und die Aktivitätenliste in der Konfi-Verwaltung zeigen bei jedem Eintrag den Wert und die Art, die damals gutgeschrieben wurden.
- Wird eine Vergabe später zurückgenommen — durch Zurücksetzen des Antrags oder Löschen der Zuordnung —, verschwinden genau diese Punkte wieder aus der Säule, in die sie gebucht wurden, nicht der neue Wert.
Beispiel: Der „Sonntagsgottesdienst" bringt 1 Punkt; du hebst ihn auf 2 an. Wer ihn vorher fünfmal gemeldet hat, steht weiter bei 5 Punkten. Die sechste Meldung bringt 2. Löschst du eine der ersten fünf Zuordnungen, geht 1 Punkt weg.
Soll jemand rückwirkend den höheren Wert bekommen, gibst du die Differenz als Bonuspunkte.
8.6Punkte wieder wegnehmen
Es gibt keinen „Punkte abziehen"-Knopf. Du kannst niemandem einfach so drei Punkte wegnehmen, und du kannst auch keine negative Punktzahl eintragen — das System lässt es nicht zu.
Punkte verschwinden ausschließlich, indem die Buchung zurückgenommen wird, die sie erzeugt hat. Das sind alle Wege:
- Einen genehmigten Antrag zurücksetzen
- Eine direkt zugeschriebene Aktivität löschen
- Bonuspunkte löschen
- Bei einem Event die Anwesenheit zurücknehmen
- Eine Person aus einem Event entfernen
- Eine bestätigte Buchung zurück auf die Warteliste setzen
- Ein ganzes Event löschen — dabei werden alle dafür vergebenen Punkte zurückgenommen
Zurückgenommen wird immer der Wert, der bei der Vergabe gutgeschrieben wurde — auch wenn eine Aktivität inzwischen anders bewertet ist.
Der Punktestand fällt nie unter 0. Jede dieser Rücknahmen ist so gebaut, dass sie bei null aufhört. Nimmst du mehr zurück, als noch da ist — etwa weil anderswo schon korrigiert wurde —, bleibt es bei 0 statt ins Minus zu gehen.
Ein Badge, das durch diese Punkte ausgelöst wurde, bleibt dagegen bestehen: Badges werden nie aberkannt.
Verschiebst du einen Konfi in einen anderen Jahrgang, wandern Punkte und Level unverändert mit.
8.7Level anlegen und pflegen
Level sind die Stufen, die sich aus dem Punktestand ergeben. Du legst sie einmal für die ganze Gemeinde an — nicht pro Jahrgang. Der Weg führt über Mehr › Level.
Ein Level besteht aus:
- „Titel" — was angezeigt wird, etwa „Bronze" oder „Meister"
- „Benötigte Punkte" — ab wann es gilt; in der App per Schieberegler von 1 bis 40, im Browser als Zahl ab 0 ohne Obergrenze
- „Beschreibung", „Icon" und „Level-Farbe" — wie es aussieht
Zwei Level dürfen nicht dieselbe Punktzahl haben; der Versuch endet mit „Ein Level mit dieser Punktzahl existiert bereits".
8.7.1Verstehen, welche Punkte fürs Level zählen
Für das Level werden Gottesdienst- und Gemeindepunkte zusammengezählt.
Entscheidend und leicht zu übersehen: Gezählt werden nur die Punktarten, die im Jahrgang eingeschaltet sind. Ist im Jahrgang „Gemeinde" abgeschaltet, zählen für das Level ausschließlich die Gottesdienstpunkte — auch wenn auf dem Gemeinde-Zähler noch alte Punkte stehen.
Beispiel: Ein Konfi hat 8 Gottesdienst- und 5 Gemeindepunkte. Sind beide Arten aktiv, zählt er mit 13 Punkten. Wird „Gemeinde" im Jahrgang abgeschaltet, zählt er ab sofort mit 8 — und rutscht damit unter Umständen ein Level zurück.
8.7.2Aufsteigen und absteigen
Beim Aufstieg bekommt der Konfi eine Mitteilung und einen Push: „Level Up! Herzlichen Glückwunsch! Du hast Level ‚…' erreicht!"
Beim Abstieg passiert nichts hörbar. Sinken die Punkte unter die Schwelle, wird das Level still nach unten korrigiert — keine Mitteilung, kein Push, kein Hinweis. Niemand soll eine Nachricht darüber bekommen, dass er etwas verloren hat.
Nebeneffekt, den du kennen solltest: Nach dem Löschen einer Aktivität oder von Bonuspunkten wird das Level nicht sofort nachgerechnet. Es bleibt kurzzeitig zu hoch stehen und wird erst korrigiert, wenn der Konfi das nächste Mal sein Dashboard öffnet. Dort passiert es dann ebenfalls still.
8.7.3Ein belegtes Level loswerden
Steht auch nur ein Konfi aktuell auf einem Level, wird das Löschen abgelehnt: „Dieses Level ist noch vergeben — benenne es um oder ordne die betroffenen Konfis um."
Die App nennt dir dabei nicht, welche Konfis das sind. Willst du das Level trotzdem loswerden, änderst du seine Punktzahl so, dass niemand mehr darauf steht — oder du benennst es einfach um.
8.8Nachvollziehen, wann nachgerechnet wird
Badges und Level werden beide sofort geprüft bei:
- einem genehmigten Antrag
- vergebenen Bonuspunkten
- eingetragener Anwesenheit und beim Check-in per QR-Code
Nur die Badges — nicht das Level — werden geprüft, wenn du über die Konfi-Verwaltung eine Aktivität zuschreibst oder wieder löschst.
Dazu kommen die stündlichen Badge-Prüfungen im Hintergrund. Das Level wird außerdem bei jedem Öffnen des Konfi-Dashboards überprüft und gegebenenfalls stillschweigend richtiggestellt.